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In einem rotierenden System ist definitionsgemäß dann eine Unwucht vorhanden, wenn die von den Massenelementen des Rotors erzeugten Fliehkräfte (phys. Zentrifugalkraft) nicht ausgeglichen sind. Für die Fliehkraft gilt:

Die Wirkung von Fliehkräften führt dazu, dass die gesamte Maschine zum Schwingen mit der Erregerfrequenz angeregt wird. Dadurch entstehen zusätzliche Belastungen für Lagerung und Fundamentierung. Die Erregerfrequenz entspricht dabei der Drehfrequenz der unwuchtbehafteten Welle. Die Schwingung hat harmonischen Charakter.

Eine statische Unwucht liegt vor, wenn der Schwerpunkt eines Rotors nicht durch seine Drehachse geschnitten wird. Dieser Rotor lässt sich durch Auspendeln auswuchten.

Jedoch auch ein statisch voll ausgewuchteter Rotor kann bei Rotation dynamische Kräfte erzeugen (Momentenunwucht). Insbesondere wenn es sich um langgestreckte Rotoren handelt oder der Ausgleichsebenenabstand größer als der Lagerabstand ist und die Schwerpunktachse nicht parallel zur Drehachse verläuft.
Das Vorhandensein einer Unwucht lässt sich durch Schwingungsdiagnose feststellen.

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