|
Im Gegensatz zum lokalen Wälzlagerschaden liefern uns bezüglich der Lastzone umlaufende lokale Schäden aus diagnostischer Sicht einige Effekte, die zu kennen für eine umfassende Diagnose erforderlich sind.
Die Relativbewegung zwischen Schaden und Lastzone führt dazu, dass der Schaden nur zeitweise kraftschlüssig passiert wird. (Das gilt natürlich nicht für vorgespannte Lager, wie wir sie beispielsweise an Spindeln von Werkzeugmaschinen finden.) Mathematisch ist dies beschreibbar durch die Amplitudenmodulation einer konstanten Stoßimpulsfolge mit einer Halbsinusfunktion.

Bei dem sehr häufigen Fall, dass der Innenring rotiert und die Lage der Lastzone konstant ist, sind es Innenringschäden und Wälzkörperschäden, die diesem Mechanismus unterliegen. Der Innenringschaden wird dann mit der Drehfrequenz der Welle moduliert, und es entstehen entsprechende Seitenbänder. Der Wälzkörperschaden wird dementsprechend mit der Käfigrotationsfrequenz moduliert, so dass Seitenbänder im Abstand der Käfigrotationsfrequenz auftreten.

Bild: Innenringschaden

Bild: Hüllkurvenspektrum zum Innenringschaden
Für einen Innenringschaden ist das Hüllkurvenspektrum abgebildet. Neben der Innenringsüberrollfrequenz sind die Seitenbänder im Abstand der Drehfrequenz nachweisbar. Darüber hinaus ist ein Drehfrequenzpeak mit Harmonischen ebenfalls vorhanden.

© GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH
|