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Kompendium - Lose Teile, lose Verbindungen, Passungsrost, Wellenanriss

Die vier Phänomene lose Teile, lose Verbindungen, Passungsrost und Wellenanriss werden hier, obgleich die Ursache sehr verschieden sein kann, zusammen betrachtet, da sie aus diagnostischer Sicht zunächst nicht trennbar sind.

Fremdkörper, die sich um die Welle gewickelt haben, oder aber Teile an der Welle, die sich gelöst haben, können einmal pro Umdrehung an Statorteile anschlagen. Ähnliches geschieht, wenn Fremdkörper in den Aktionsbereich rotierender Teile hinein geführt werden. In diesen Fällen treten Stöße zwischen sich drehenden und ruhenden Komponenten auf.

Der gleiche Effekt tritt auf,

  • wenn Bauteile, die auf der Welle fehlerhaft montiert sind und arbeiten,
  • bei Passungsrost zwischen auf der Welle montierten Teilen und der Welle,
  • wenn die Welle angerissen ist und ihre Biegesteifigkeit folglich über den Azimut variiert oder
  • wenn fehlerhaft montierte Wälzlager in ihrem Sitz arbeiten.

Vorausgesetzt, die Welle unterliegt einer radialen Belastung, wird sich durch die Rotation der Welle einmal pro Umdrehung ein - wenn auch kleiner - Spalt auftun und wieder schließen. Entsprechend der Drehfrequenz wird sich dieser Vorgang mehrmals pro Sekunde wiederholen, was zu Aufprallgeschwindigkeiten führt, die einem Stoßimpuls entsprechen. Und genauso ist die Wirkung auf die umgebende Maschine. Wir detektierten eine Stoßimpulsfolge mit der Drehfrequenz.

Stoßimpulsfolgen können wir im Hüllkurvenspektrum sichtbar machen.

Im Hüllkurvenspektrum erkennt man deutlich, dass der Drehfrequenzpeak im enormer Intensität auftritt. Ursache war - wie nach der Demontage eindeutig klar wurde - ein Wellenschaden im Bereich der Passfeder.

Quelle der beiden Bilder: Wirth, R.: Maschinendiagnose an Industriegetrieben. Teil II: Signalidentifikation in der Praxis. Antriebstechnik 37(1998), Nr. 11, S.77-81

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